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Kunstbalkon

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Guck mal in meine Augen
Mehtap Baydu - „Silence”, Foto: Bernd Borchardt

AUSSTELLUNG / INSTALLATION

Guck mal in meine Augen

17.00 - 1.00 Uhr


Die Künstlerinnen Mehtap Baydu, Lioba Abrell und Andrea Froneck-Kramer, die bei Dorothee von Windheim in Kassel studierten und deren Meisterschülerinnen waren, präsentieren in einer gemeinsamen Ausstellung aktuelle Arbeiten.
Für alle drei Künstlerinnen gilt, dass sie vielfältige künstlerische Ausdrucksweisen haben, die nicht einem Hauptmedium zuzuordnen sind. Erst im künstlerischen Prozess entscheidet sich, welches Medium und Material dem Inhalt der Arbeit gerecht wird.

Lioba Abrell, deren Arbeiten neben Installationen auch Skulptur, Video, Fotografie und Zeichnung umfasst, setzt sich mit Grunderfahrungen des menschlichen Seins auseinander, wie Geburt, Tod und Bewusstwerdung. Bevorzugt arbeitet sie mit Naturmaterialien. Ihre Skulpturen sind Hüllen aus Holz und Stein. Die Aufhebung und Änderung des Materiellen ist ein Prinzip ihrer Kunstausübung. Ein zweites ist die Reihung. Die Künstlerin beschäftigt sich seit langem mit der europäischen Flüchtlingspolitik und deren Auswirkungen. Für Kassel hat sie eine Installation erarbeitet, die sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzt.

Mehtap Baydus nutzt verschiedene Ausdrucksmittel wie Zeichnung, Skulptur, Performance, Video, Installation und Fotografie, um soziale Strukturen der multikulturellen Gesellschaft widerzuspiegeln. Mit ihren Arbeiten will sie Menschen die Möglichkeit geben, Grenzbereiche zu erfahren und etwas zu tun, was in der Regel nicht Gegenstand ihres alltäglichen Lebens ist. Die Menschen nehmen in ihren Arbeiten ebenso wie sie selbst die Rolle des Beobachters, Betrachters oder Teilnehmers ein.

Andrea Froneck-Kramers Interesse gilt politischen und gesellschaftlichen Zuständen, Entwicklungen und Veränderungen. Kommunikation und Recherche sind dabei wesentliche Elemente in der Entstehungsphase. In ihrer künstlerischen Arbeit bringt sie Gegebenheiten ans Licht, die der allgemeinen Aufmerksamkeit entgehen. Sie stellt sich als Medium zur Verfügung, hört zu, sammelt, ordnet und wertet aus. Zu ihren bisher verwendeten Ausdrucksformen gehören das fotografische Bild (Print), Papierarbeiten (Zeichnung/Handschrift), Buch, Video, Installation und audiovisuelle Rauminstallationen.
So entstehen kritische Beiträge zu öffentlichen Themen oder zu jenen, die der öffentlichen Wahrnehmung bedürfen.